Source: OJ L 333, 27.12.2022, p. 80–152

Current language: DE

Artikel 38 Ausübung der Befugnisübertragung


Summary What does Article 38 of the NIS 2 directive say?

This is a procedural article that governs how the Commission exercises its delegated powers under the directive, specifically those granted in Article 24(2), which concerns mandatory cybersecurity certification requirements for essential and important entities.

The article sets out the conditions under which the Commission may act, including the time-bound nature of that delegation, the role of the European Parliament and Council in oversight, and the consultation requirements that must be met before any delegated act is adopted.

Important points:

  • The Commission's power to adopt delegated acts under Article 24(2) is granted for a fixed period of five years from 16 January 2023.
  • The European Parliament or the Council may revoke the delegation of power at any time, though any delegated acts already in force remain valid.
  • A delegated act only enters into force if neither the European Parliament nor the Council objects within two months of notification, a period that either institution may extend by a further two months.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte wird der Kommission unter den in diesem Artikel festgelegten Bedingungen übertragen.

    1. Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß Artikel 24 Absatz 2 wird der Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem 16. Januar 2023 übertragen.

    1. Die Befugnisübertragung gemäß Artikel 24 Absatz 2 kann vom Europäischen Parlament oder vom Rat jederzeit widerrufen werden. Der Beschluss über den Widerruf beendet die Übertragung der in diesem Beschluss angegebenen Befugnis. Er wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union oder zu einem im Beschluss über den Widerruf angegebenen späteren Zeitpunkt wirksam. Die Gültigkeit von delegierten Rechtsakten, die bereits in Kraft sind, wird von dem Beschluss über den Widerruf nicht berührt.

    1. Vor dem Erlass eines delegierten Rechtsakts konsultiert die Kommission die von den einzelnen Mitgliedstaaten benannten Sachverständigen, im Einklang mit den in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 13. April 2016 über bessere Rechtsetzung enthaltenen Grundsätzen.

    1. Sobald die Kommission einen delegierten Rechtsakt erlässt, übermittelt sie ihn gleichzeitig dem Europäischen Parlament und dem Rat.

    1. Ein delegierter Rechtsakt, der gemäß Artikel 24 Absatz 2 erlassen wurde, tritt nur in Kraft, wenn weder das Europäische Parlament noch der Rat innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Übermittlung dieses Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat Einwände erhoben haben oder wenn vor Ablauf dieser Frist das Europäische Parlament und der Rat beide der Kommission mitgeteilt haben, dass sie keine Einwände erheben werden. Auf Initiative des Europäischen Parlaments oder des Rates wird diese Frist um zwei Monate verlängert.

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