Source: OJ L, 2025/415, 24.3.2025Current language: DE
- Markets in crypto-assets
ART/EMT issuer
- RTS on stress test programmes
Artikel 8 Interne Governance-Regelungen im Falle von Stresstests
Summary What does Article 8 of the RTS on stress test programmes say?
This article establishes the governance and organisational requirements surrounding the stress testing programme for issuers of asset-referenced tokens or e-money tokens.
Building directly on the stress testing framework introduced in Articles 5 to 7, it places ultimate ownership of the programme with the management body, which is responsible for both adopting and implementing it.
Beyond accountability, the article sets out how the stress testing programme must be embedded into the issuer's broader operations — integrated into the risk management framework, aligned with internal policies, supported by effective communication across the organisation, and used as a genuine input into strategic and business planning decisions.
Important points:
- Ensure your stress testing programme is adopted and implemented by the management body, which bears full responsibility for it.
- The programme must be integrated into the issuer's risk management framework and used to inform risk appetite, own funds, liquidity planning, and strategic decisions.
- All elements of the stress testing programme must be appropriately documented and regularly updated within internal policies and procedures.
Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.
Das Stresstestprogramm des Emittenten von vermögenswertereferenzierten Token oder E-Geld-Token wird von dessen Leitungsorgan beschlossen, das für die Durchführung des Programms gemäß dieser Verordnung und gemäß der Verordnung (EU) 2023/1114 verantwortlich ist.
Das Stresstestprogramm beinhaltet eine Bewertung, ob die Mitglieder des Leitungsorgans kollektiv über ausreichende Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um alles Folgende zu leisten:
die Auswirkungen von Stressereignissen auf das Gesamtrisikoprofil des Emittenten vollumfänglich zu verstehen;
sicherzustellen, dass für die Durchführung der Stresstests klare Zuständigkeiten und ausreichende Ressourcen wie qualifizierte Humanressourcen und IT-Systeme benannt und zugewiesen wurden;
aktiv Gespräche mit den an den Stresstests beteiligten Mitarbeitern und mit Personen zu führen, an die Aufgaben im Zusammenhang mit den Stresstests ausgelagert werden;
die zentralen Modellannahmen, die Auswahl der Szenarien und die Grundannahmen der Stresstests im Allgemeinen infrage zu stellen;
über die erforderlichen Managementmaßnahmen zu entscheiden und sie mit den zuständigen Behörden zu erörtern.
Das Stresstestprogramm wird so gestaltet, dass die Stresstests im Einklang mit den einschlägigen internen Grundsätzen und Verfahren des Emittenten durchgeführt werden können.
Emittenten von vermögenswertereferenzierten Token oder E-Geld-Token stellen sicher, dass alle Elemente des Stresstestprogramms, einschließlich seiner Bewertung, in den internen Grundsätzen und Verfahren angemessen dokumentiert und gegebenenfalls regelmäßig aktualisiert werden.
Emittenten von vermögenswertereferenzierten Token oder E-Geld-Token stellen sicher, dass die Gestaltung des Stresstestprogramms eine wirksame Kommunikation über Geschäftsbereiche und Managementebenen hinweg vorsieht, um das Bewusstsein zu schärfen, die Risikokultur zu verbessern und Diskussionen über bestehende und potenzielle Risiken sowie über mögliche Managementmaßnahmen anzustoßen.
Das Stresstestprogramm wird als integraler Bestandteil des Risikomanagementrahmens eines Emittenten gestaltet. Die Stresstests werden so gestaltet, dass sie die verschiedenen Geschäftsentscheidungen und -prozesse sowie die strategische Planung unterstützen. Bei den strategischen Entscheidungen werden die bei Stresstests festgestellten Mängel, Einschränkungen und Anfälligkeiten berücksichtigt.
Die Ergebnisse der Stresstests werden als Input für das Verfahren zur Ermittlung der Risikobereitschaft und der Risikolimite eines Emittenten verwendet und dienen als Planungsinstrument, um die Wirksamkeit neuer und bestehender Geschäftsstrategien zu ermitteln und die möglichen Auswirkungen auf Eigenmittel und Liquidität zu bewerten.
Springlex and this text is meant purely as a documentation tool and has no legal effect. No liability is assumed for its content. The authentic version of this act is the one published in the Official Journal of the European Union.
Definition
DLT-Netzwerkknoten
(En. DLT network node)
Definition
Distributed-Ledger-Technologie
(En. distributed ledger technology)
Definition
Kryptowert
(En. crypto-asset)
Definition
Emittent
(En. issuer)
Definition
amtliche Währung
(En. official currency)
Definition
Leitungsorgan
(En. management body)
Definition
vermögenswertereferenzierter Token
(En. asset-referenced token)
Definition
zuständige Behörde
(En. competent authority)
- die von jedem Mitgliedstaat gemäß Artikel 93 bezüglich Anbietern von anderen Kryptowerten als vermögenswertereferenzierten Token und E-Geld-Token und Personen, die eine Zulassung zum Handel beantragen, Emittenten vermögenswertereferenzierter Token oder Anbietern von Kryptowerte-Dienstleistungen benannt wird bzw. werden;
- die von jedem Mitgliedstaat für die Zwecke der Anwendung der Richtlinie 2009/110/EG bezüglich Emittenten von E-Geld-Token benannt wird bzw. werden;
Definition
Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen
(En. crypto-asset service provider)
Definition
Kunde
(En. client)
Definition
Anbieter
(En. offeror)
Definition
Distributed Ledger
(En. distributed ledger)
Definition
Konsensmechanismus
(En. consensus mechanism)
Definition
E-Geld-Token
(En. electronic money token)