Source: OJ L, 2025/1140, 10.6.2025

Current language: DE

Artikel 9 Angaben zur Identifizierung natürlicher Personen


Summary What does Article 9 of the RTS on record keeping say?

This article is notably technical in nature, setting out the precise methodology crypto-asset service providers must use to identify individual (natural person) clients in their records.

It builds directly on the broader record-keeping obligations established earlier in the regulation, providing the granular rules for how a person is actually coded and recorded.

The approach mirrors the client identification framework already used in financial markets regulation, specifically drawing on Delegated Regulation (EU) 2017/590, and adapts it to the crypto-asset context.

The core logic is to combine a country code with a nationally-specific identifier, with detailed rules to handle edge cases such as dual nationality, non-EEA nationals, and clients residing outside their country of nationality.

Important points:

  • Use a standardised identifier format for every individual client, combining their ISO 3166-1 alpha-2 country code with the highest priority national identifier available under Delegated Regulation (EU) 2017/590.
  • Where the CONCAT method applies, build the identifier from the client's date of birth, first five characters of their first name, and first five characters of their surname — all in upper case, with no special characters.
  • Where a client resides in a country different from their nationality, also identify that person based on their country of residence as set out in Field 41 of Table 2 of the Annex.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Ein Kunde, der eine natürliche Person ist, wird in den Aufzeichnungen des Anbieters von Kryptowerte-Dienstleistungen anhand der Bezeichnung identifiziert, die sich aus der Verkettung der Staatsangehörigkeit des Kunden nach ISO 3166-1 Alpha-2 (zweistelliger Ländercode) ergibt, gefolgt von der nationalen Kundenkennung gemäß Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2017/590 auf der Grundlage der Staatsangehörigkeit des Kunden.

    1. Die in Absatz 1 genannte nationale Kundenkennung wird gemäß den in Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2017/590 festgelegten Prioritätsstufen zugewiesen, wobei die Kennung mit der höchsten Prioritätsstufe verwendet wird, die eine Person besitzt, unabhängig davon, ob diese Kennung dem Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen bereits bekannt ist.

    1. Besitzt eine natürliche Person die Staatsangehörigkeiten mehrerer Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), werden für die Zwecke der Identifizierung dieser Person der Ländercode der Nationalität, der bei einer alphabetischen Sortierung der Alpha-2-Codes gemäß ISO 3166-1 an erster Stelle steht, und die Kennung dieser Nationalität, die gemäß Absatz 2 zugewiesen wurde, verwendet.

    1. Besitzt eine natürliche Person die Staatsangehörigkeit eines Nicht-EWR-Landes, wird die Kennung mit der höchsten Prioritätsstufe gemäß dem in Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2017/590 vorgesehenen Feld für „alle anderen Länder“ verwendet. Besitzt eine natürliche Person die Staatsangehörigkeit eines EWR-Landes und eines Nicht-EWR-Landes, werden der Ländercode des EWR-Landes und die Kennung dieser Nationalität mit der höchsten Prioritätsstufe, die gemäß Absatz 2 zugewiesen wurde, verwendet.

    1. Ist ein Kunde in einem anderen Land als dem seiner Staatsangehörigkeit ansässig, so identifizieren Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen diese Person auch auf der Grundlage ihres Wohnsitzlandes nach den Spezifikationen in Tabelle 2 Feld 41 des Anhangs.

    1. Basiert die gemäß Absatz 2 zugewiesene Kennung auf CONCAT, so ist der Kunde von dem Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen mit einer Zeichenkette aus nachfolgenden Bestandteilen in nachfolgender Reihenfolge zu identifizieren:

      1. Geburtsdatum der Person im Format JJJJMMTT;

      2. erste fünf Buchstaben des Vornamens der Person;

      3. erste fünf Buchstaben des Nachnamens der Person.

    1. Für die Zwecke von Absatz 6 sind Namensvorsätze ausgeschlossen und werden Vor- und Nachnamen aus weniger als fünf Zeichen durch „#“ ergänzt, damit sämtliche Angaben von Namen und Nachnamen gemäß Absatz 6 fünf Zeichen umfassen. Es sind ausschließlich Großbuchstaben zu verwenden. Apostrophe, Akzente, Bindestriche, Satz- oder Leerzeichen dürfen nicht verwendet werden.

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