Source: OJ L 150, 9.6.2023, pp. 40–205

Current language: DE

Artikel 42 Inhalt der Prüfung der geplanten Übernahme eines Emittenten vermögenswertereferenzierter Token


Summary What does Article 42 of the MiCA regulation say?

This article directly supports Article 41, which sets out the notification and assessment process for proposed acquisitions of qualifying holdings in issuers of asset-referenced tokens.

Article 42 defines the substance of that assessment — specifically, the criteria competent authorities must use when evaluating whether a proposed acquisition should be approved or opposed.

The criteria cover the acquirer's reputation, the fitness of those who will run the business post-acquisition, the acquirer's financial soundness, the issuer's ongoing ability to comply with the regulation, and whether there are grounds to suspect money laundering or terrorist financing.

The article also places a firm limit on Member States, preventing them from adding economic or market-based conditions to the assessment beyond what this regulation prescribes.

EBA, in cooperation with ESMA, is tasked with developing the technical standards that detail the information requirements underpinning the assessment.

Important points:

  • Competent authorities are required to assess proposed acquisitions against five specific criteria, and may only oppose an acquisition where reasonable grounds exist based on those criteria or where information provided is incomplete or false.
  • Member States are prohibited from imposing additional prior conditions or allowing their competent authorities to assess acquisitions on the basis of economic needs of the market.
  • EBA, in close cooperation with ESMA, is required to develop regulatory technical standards specifying the detailed information needed to carry out the assessment.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Bei der in Artikel 41 Absatz 4 genannten Prüfung beurteilt die zuständige Behörde die Eignung des interessierten Erwerbers und die finanzielle Solidität der geplanten Übernahme gemäß Artikel 41 Absatz 1 anhand aller folgenden Kriterien:

      1. des Leumunds des interessierten Erwerbers,

      2. des Leumunds, der Kenntnisse, der Fähigkeiten und der Erfahrung der Personen, die die Geschäfte des Emittenten des vermögenswertreferenzierten Token infolge der geplanten Übernahme leiten sollen,

      3. der finanziellen Solidität des interessierten Erwerbers, insbesondere in Bezug auf die Art der geplanten und tatsächlichen Geschäfte des Emittenten des vermögenswertreferenzierten Token, dessen Übernahme geplant ist,

      4. der Fähigkeit des Emittenten des vermögenswertreferenzierten Token, die Bestimmungen dieses Titels dauerhaft einzuhalten,

      5. der Frage, ob ein hinreichend begründeter Verdacht besteht, dass im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung im Sinne von Artikel 1 Absatz 3 bzw. Absatz 5 der Richtlinie (EU) 2015/849 stattfinden oder stattgefunden haben könnten oder ob diese Straftaten versucht wurden und ob die geplante Übernahme das Risiko eines solchen Verhaltens erhöhen könnte.

    1. Die zuständige Behörde können gegen die geplante Übernahme nur dann Einspruch erheben, wenn dies auf der Grundlage der in Absatz 1 des vorliegenden Artikels genannten Kriterien hinreichend begründet ist oder wenn die gemäß Artikel 41 Absatz 4 beigebrachten Informationen unvollständig oder falsch sind.

    1. Die Mitgliedstaaten dürfen weder Vorbedingungen an die Höhe der gemäß dieser Verordnung für den Erwerb erforderliche qualifizierte Beteiligung knüpfen noch den für sie zuständigen Behörden gestatten, bei der Prüfung der geplanten Übernahme auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Marktes abzustellen.

    1. Die EBA arbeitet in enger Zusammenarbeit mit der ESMA Entwürfe technischer Regulierungsstandards aus, in denen ausführlich der Inhalt der Informationen festgelegt wird, die für die Durchführung der in Artikel 41 Absatz 4 Unterabsatz 1 genannten Prüfung erforderlich sind. Die beizubringenden Informationen müssen für eine aufsichtsrechtliche Beurteilung relevant und ihrem Umfang nach der Art des interessierten Erwerbers und der geplanten Übernahme nach Artikel 41 Absatz 1 angemessen und angepasst sein.

    2. Die EBA übermittelt der Kommission die in Unterabsatz 1 genannten Entwürfe technischer Regulierungsstandards spätestens am 30. Juni 2024.

    3. Der Kommission wird die Befugnis übertragen, diese Verordnung durch die Annahme der in Unterabsatz 1 des vorliegenden Absatzes genannten technischen Regulierungsstandards gemäß den Artikeln 10 bis 14 der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 zu ergänzen.

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