Source: OJ L 277, 27/10/2022, p. 1–102 · Consolidated textCurrent language: DE
- Digital services act
Basic legislative acts
- DSA regulation
Artikel 81 Ermessensnachprüfung durch den Gerichtshof der Europäischen Union
Summary What does Article 81 of the DSA regulation say?
This brief article establishes the judicial oversight mechanism for financial penalties imposed by the Commission on providers of very large online platforms and very large online search engines.
It directly connects to Articles 74 and 76, which grant the Commission the power to impose fines and periodic penalty payments, by confirming that those decisions are not beyond challenge.
The Court of Justice of the European Union is given full authority to scrutinise such decisions, and crucially, that authority extends beyond simply annulling a decision — the Court can actively adjust the penalty amount in either direction.
Important points:
- The Court of Justice of the European Union has unlimited jurisdiction to review Commission decisions on fines and periodic penalty payments.
- The Court is not limited to cancelling a penalty — it may cancel, reduce, or increase the amount imposed.
- This article acts as a judicial check on the Commission's enforcement powers established elsewhere in the regulation.
Springlex's summary of the article is a reading aid, not a substitute for the legal text.
Nach Artikel 261 AEUV hat der Gerichtshof der Europäischen Union die Befugnis zu unbeschränkter Ermessensnachprüfung von Beschlüssen, mit denen die Kommission Geldbußen oder Zwangsgelder verhängt hat. Er kann die verhängten Geldbußen oder Zwangsgelder aufheben, herabsetzen oder erhöhen.
Relevant recitals
Erwägungsgrund 144 Fines and periodic penalty payments
Die Einhaltung der einschlägigen Pflichten aus dieser Verordnung sollte durch Geldbußen und Zwangsgelder durchgesetzt werden können. Zu diesem Zweck sollten im Einklang mit den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und des Verbots der doppelten Strafverfolgung Geldbußen und Zwangsgelder in angemessener Höhe auch für die Nichteinhaltung verfahrensrechtlicher Pflichten und Bestimmungen festgelegt werden, vorbehaltlich angemessener Verjährungsfristen. Die Kommission und die einschlägigen nationalen Behörden sollten ihre Durchsetzungsbemühungen abstimmen, damit sichergestellt ist, dass diese Grundsätze beachtet werden. Insbesondere sollte die Kommission allen Geldbußen und Sanktionen Rechnung tragen, die im Wege einer endgültigen Entscheidung in einem Verfahren wegen einer Zuwiderhandlung gegen andere Vorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten wegen desselben Sachverhalts gegen dieselbe juristische Person verhängt wurden, damit sichergestellt ist, dass die insgesamt verhängten Geldbußen und Sanktionen angemessen sind und der Schwere der begangenen Zuwiderhandlung entsprechen. Alle Beschlüsse, die die Kommission auf der Grundlage dieser Verordnung fasst, unterliegen der Überprüfung durch den Gerichtshof der Europäischen Union im Einklang mit dem AEUV. Der Gerichtshof der Europäischen Union sollte im Einklang mit Artikel 261 AEUV über die Befugnis zur unbeschränkten Ermessensnachprüfung von Geldbußen und Zwangsgeldern verfügen.
Springlex and this text is meant purely as a documentation tool and has no legal effect. No liability is assumed for its content. The authentic version of this act is the one published in the Official Journal of the European Union.