Source: OJ L, 2024/1774, 25.6.2024

Current language: DE

Artikel 2 Allgemeine Elemente der Richtlinien, Verfahren, Protokolle und Tools für IKT-Sicherheit


Summary What does Article 2 of the RTS on ICT risk management framework say?

This article establishes the core requirements for how financial entities must structure and maintain their ICT security policies.

It builds directly on Article 9(2) of DORA (Regulation (EU) 2022/2554), specifying that ICT security policies must be embedded within the broader ICT risk management framework.

Beyond setting out the fundamental security objectives these policies must achieve — network security, data protection, and reliable data transmission — the article goes into considerable detail about the formal characteristics those policies must have, covering everything from management body approval and staff responsibilities to alignment with the digital operational resilience strategy and responsiveness to material changes.

Important points:

  • Embed ICT security policies within the ICT risk management framework, ensuring they cover network security, safeguards against intrusions, data integrity, and reliable transmission.
  • Ensure ICT security policies are formally approved by the management body, aligned to the digital operational resilience strategy, and include indicators to monitor implementation and manage exceptions.
  • ICT security policies must specify staff responsibilities and consequences of non-compliance, reflect segregation of duties, consider leading practices and standards, and be updated to account for material changes to the entity's activities, the cyber threat landscape, or applicable legal obligations.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Die Finanzunternehmen stellen sicher, dass ihre IKT-Sicherheitsrichtlinien, die Informationssicherheit und die damit verbundenen Verfahren, Protokolle und Tools nach Artikel 9 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2022/2554 in ihren IKT-Risikomanagementrahmen eingebettet sind. Die Finanzunternehmen legen Richtlinien, Verfahren, Protokolle und Tools für IKT-Sicherheit nach diesem Kapitel fest, die

      1. die Netzwerksicherheit gewährleisten;

      2. Schutzvorkehrungen gegen Eindringen und Missbrauch von Daten umfassen;

      3. die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit von Daten wahren, einschließlich durch den Einsatz kryptografischer Techniken;

      4. eine präzise und rasche Datenübermittlung ohne wesentliche Störungen und unangemessene Verzögerungen gewährleisten.

    1. Die Finanzunternehmen stellen sicher, dass die in Absatz 1 genannten IKT-Sicherheitsrichtlinien

      1. auf die Ziele für die Informationssicherheit des Finanzunternehmens abgestimmt sind, die in der in Artikel 6 Absatz 8 der Verordnung (EU) 2022/2554 genannten Strategie für die digitale operationale Resilienz enthalten sind;

      2. das Datum der förmlichen Genehmigung der IKT-Sicherheitsrichtlinien durch das Leitungsorgan enthalten;

      3. Indikatoren und Maßnahmen für Folgendes umfassen:

        1. Überwachung der Implementierung der Richtlinien, Verfahren, Protokolle und Tools für IKT-Sicherheit,

        2. Erfassung von Ausnahmen von dieser Implementierung,

        3. Gewährleistung, dass bei Ausnahmen im Sinne von Ziffer ii die digitale operationale Resilienz des Finanzunternehmens sichergestellt ist;

      4. die Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter auf allen Ebenen festlegen, um die IKT-Sicherheit des Finanzunternehmens zu gewährleisten;

      5. die Folgen einer Nichteinhaltung der IKT-Sicherheitsrichtlinien durch Mitarbeiter des Finanzunternehmens spezifizieren, sofern einschlägige Bestimmungen nicht in anderen Richtlinien des Finanzunternehmens enthalten sind;

      6. ein Verzeichnis der erforderlichen Dokumentation umfassen;

      7. die Regelungen für die Aufgabentrennung nach dem Modell der drei Verteidigungslinien oder gegebenenfalls einem anderen internen Modell für Risikomanagement und Kontrolle spezifizieren, um Interessenkonflikte zu vermeiden;

      8. führende Praktiken und gegebenenfalls Normen im Sinne des Artikels 2 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 berücksichtigen;

      9. die Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die Entwicklung, Implementierung und Aufrechterhaltung von Richtlinien, Verfahren, Protokollen und Tools für IKT-Sicherheit festlegen;

      10. im Einklang mit Artikel 6 Absatz 5 der Verordnung (EU) 2022/2554 überprüft werden;

      11. wesentliche Änderungen in Bezug auf das Finanzunternehmen, einschließlich wesentlicher Änderungen der Tätigkeiten oder Prozesse des Finanzunternehmens, der Cyberbedrohungslage oder der geltenden rechtlichen Verpflichtungen, berücksichtigen.

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