Source: OJ L, 2024/1774, 25.6.2024

Current language: DE

Artikel 17 IKT-Änderungsmanagement


Summary What does Article 17 of the RTS on ICT risk management framework say?

This article elaborates on the ICT change management procedures that financial entities must have in place, building directly on the requirement in Article 9(4)(e) of DORA (Regulation (EU) 2022/2554).

It sets out the minimum content those procedures must cover for any change to software, hardware, firmware, systems, or security parameters — encompassing everything from roles and responsibilities, documentation, and fall-back procedures, to the handling of emergency changes both during and after their implementation.

The article also imposes an additional, more demanding obligation on central counterparties and central securities depositories specifically: following significant ICT system changes, they must conduct stringent stress-condition testing and involve relevant external parties in that process.

Important points:

  • Include all mandated elements — such as independence of approval functions, fall-back procedures, and impact assessments on existing security measures — in your ICT change management procedures.
  • Emergency changes must be covered by dedicated procedures, protocols, and tools, and must be documented, re-evaluated, assessed, and approved even after their implementation.
  • Central counterparties and central securities depositories are required to conduct stringent stress-condition testing after significant ICT changes, involving clearing members, clients, users, and other relevant external parties as appropriate.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Im Rahmen der Schutzvorkehrungen zur Wahrung der Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit der Daten sehen die Finanzunternehmen in den in Artikel 9 Absatz 4 Buchstabe e der Verordnung (EU) 2022/2554 genannten IKT-Änderungsmanagementverfahren für alle Änderungen an Software, Hardware, Firmware-Komponenten, Systemen oder Sicherheitsparametern alles Folgende vor:

      1. eine Überprüfung, ob die IKT-Sicherheitsanforderungen erfüllt sind,

      2. Mechanismen, die gewährleisten, dass die Funktionen, die Änderungen genehmigen, und die Funktionen, die für die Beantragung und Umsetzung dieser Änderungen zuständig sind, unabhängig sind,

      3. eine klare Beschreibung der Aufgaben und Zuständigkeiten, um zu gewährleisten, dass

        1. Änderungen angegeben und geplant werden,

        2. ein angemessener Übergang vorgesehen ist,

        3. die Änderungen kontrolliert getestet und finalisiert werden,

        4. eine wirksame Qualitätssicherung gewährleistet ist,

      4. die Dokumentation und Kommunikation der Änderungen im Detail, wozu u. a. Folgendes zählt:

        1. Zweck und Umfang der Änderung,

        2. Zeitplan für die Umsetzung der Änderung,

        3. die erwarteten Ergebnisse;

      5. die Angabe von Ausweichverfahren und -zuständigkeiten, einschließlich Verfahren und Zuständigkeiten für den Abbruch von Änderungen oder die Wiederherstellung, wenn Änderungen nicht erfolgreich implementiert wurden,

      6. Verfahren, Protokolle und Tools für den Umgang mit Notfalländerungen, die angemessene Schutzvorkehrungen vorsehen,

      7. Verfahren zur Dokumentation, Neubewertung, Bewertung und Genehmigung von Notfalländerungen, nachdem diese vorgenommen wurden, einschließlich Ausweichlösungen und Patches,

      8. Angabe der potenziellen Auswirkungen einer Änderung auf bestehende IKT-Sicherheitsmaßnahmen und Bewertung, ob eine solche Änderung zusätzliche IKT-Sicherheitsmaßnahmen erfordert.

    1. Wenn zentrale Gegenparteien und Zentralverwahrer an ihren IKT-Systemen erhebliche Änderungen vorgenommen haben, unterziehen sie diese strengen Tests unter Simulation von Stressbedingungen.

    2. Zentrale Gegenparteien beziehen in die Ausgestaltung und Durchführung der in Unterabsatz 1 genannten Tests soweit relevant die folgenden Parteien ein:

      1. Clearingmitglieder und Kunden,

      2. interoperable zentrale Gegenparteien,

      3. andere interessierte Parteien.

    3. Zentralverwahrer beziehen in die Ausgestaltung und Durchführung der in Unterabsatz 1 genannten Tests soweit relevant die folgende Parteien ein:

      1. Nutzer,

      2. kritische Versorgungsbetriebe und kritische Dienstleister,

      3. andere Zentralverwahrer,

      4. andere Marktinfrastrukturen,

      5. alle sonstigen Institute, mit denen die Zentralverwahrer laut ihrer IKT-Geschäftsfortführungsleitlinie wechselseitige Abhängigkeiten verbinden.

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