Source: OJ L, 2024/1505, 30.5.2024

Current language: DE

Artikel 4 Überwachungsgebühren im Jahr der Einstufung als kritisch und Anträge auf freiwillige Beteiligung


Summary What does Article 4 of the Oversight fees say?

This article sets out transitional and special fee arrangements that operate as exceptions to the standard fee calculation method established in Article 3.

It covers three distinct scenarios: how fees are split when the very first list of critical ICT third-party service providers is published, how fees are calculated for a provider newly designated as critical mid-year, and what happens when a provider voluntarily opts in to be designated as critical.

In each case, the normal turnover-based formula is set aside in favour of simpler, fixed approaches.

Important points:

  • For the first published list of critical ICT third-party service providers, fees are split equally among all designated providers, rather than being calculated on the basis of individual turnover.
  • If you are newly designated as critical part-way through a year, your fee is pro-rated based on the number of calendar days remaining from your designation until the end of that year.
  • If you voluntarily request designation as critical, pay a fixed opt-in fee of EUR 50,000 — this fee is non-refundable, even if the request is rejected or withdrawn.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Abweichend von Artikel 3 werden die Überwachungsgebühren bei der ersten gemäß Artikel 31 Absatz 9 der Verordnung (EU) 2022/2554 veröffentlichten Liste kritischer IKT-Drittdienstleister zu gleichen Teilen auf die als kritisch eingestuften IKT-Drittdienstleister aufgeteilt. Die bei jedem einzelnen kritischen IKT-Drittdienstleister zu erhebende Gebühr wird berechnet, indem die geschätzten Gesamtausgaben der federführenden Überwachungsbehörden durch die Gesamtzahl der als kritisch eingestuften IKT-Drittdienstleister dividiert wird.

    1. Abweichend von Artikel 3 und von Absatz 1 entrichtet ein IKT-Drittdienstleister für das erste Jahr, in dem er als kritisch eingestuft wird, eine feste Überwachungsgebühr in gleicher Höhe wie der Betrag, den jeder IKT-Drittdienstleister gemäß Absatz 1 entrichtet. Beträgt der Zeitraum, in dem ein solcher kritischer IKT-Drittdienstleister überwacht wird, kein volles Jahr, so entspricht besagte Überwachungsgebühr dem Betrag, den jeder IKT-Drittdienstleister gemäß Absatz 1 entrichtet, multipliziert mit der Zahl der Kalendertage ab Einstufung des IKT-Drittdienstleisters als kritisch bis zum Jahresende und geteilt durch die Gesamtzahl der Tage im betreffenden Jahr.

    1. Beantragt ein IKT-Drittdienstleister nach Artikel 31 Absatz 11 der Verordnung (EU) 2022/2554, als kritisch eingestuft zu werden, so entrichtet er eine feste Opt-in-Gebühr von 50 000 EUR. Diese feste Opt-in-Gebühr wird von der Europäischen Aufsichtsbehörde, die den Antrag entgegennimmt, nicht erstattet, wenn der Antrag auf Einstufung als kritisch abgelehnt oder vom IKT-Drittdienstleister zurückgezogen wird.

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