Source: OJ L 333, 27.12.2022, p. 1–79Current language: DE
- Digital operational resilience in the financial sector
Basic legislative acts
- DORA regulation
Artikel 24 Allgemeine Anforderungen für das Testen der digitalen operationalen Resilienz
Summary What does Article 24 of the DORA regulation say?
This article introduces the requirement for financial entities to establish, maintain and review a digital operational resilience testing programme, embedding it as an integral part of the ICT risk management framework set out in Article 6.
The purpose is to assess incident readiness, identify gaps in resilience, and implement corrective measures.
The article sets out the general framework for this testing obligation, while pointing to Articles 25 and 26 for the specific tests and methodologies that must be applied.
Notably, microenterprises are carved out from most of the obligations in this article, meaning the detailed requirements around independence, remediation procedures, and minimum testing frequency apply only to larger financial entities.
Important points:
- Establish, maintain and review a digital operational resilience testing programme as part of your ICT risk management framework.
- Tests must be carried out by independent parties, and where internal testers are used, sufficient resources must be dedicated and conflicts of interest must be avoided throughout design and execution.
- Conduct appropriate tests on all ICT systems and applications supporting critical or important functions at least once a year.
Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.
Um die Vorbereitung auf die Handhabung IKT-bezogener Vorfälle zu bewerten, Schwächen, Mängel und Lücken in Bezug auf die digitale operationale Resilienz zu erkennen und Korrekturmaßnahmen umgehend umzusetzen, erstellen, pflegen und überprüfen Finanzunternehmen, die keine Kleinstunternehmen sind, unter Berücksichtigung der in Artikel 4 Absatz 2 aufgeführten Kriterien ein solides und umfassendes Programm für das Testen der digitalen operationalen Resilienz als integraler Bestandteil des in Artikel 6 genannten IKT-Risikomanagementrahmens.
Das Programm für Tests der digitalen operationalen Resilienz umfasst eine Reihe von Bewertungen, Tests, Methoden, Verfahren und Tools, die gemäß den Artikeln 25 und 26 anzuwenden sind.
Bei der Ausführung des in Absatz 1 genannten Programms für das Testen der digitalen operationalen Resilienz wenden Finanzunternehmen, die keine Kleinstunternehmen sind, unter Berücksichtigung der in Artikel 4 Absatz 2 aufgeführten Kriterien einen risikobasierten Ansatz an, wobei sie die sich entwickelnden IKT-Risikolandschaften, etwaige spezifische Risiken, denen das betreffende Finanzunternehmen ausgesetzt ist oder ausgesetzt sein könnte, die Kritikalität von Informationsassets und erbrachten Dienstleistungen sowie alle sonstigen Faktoren, die das Finanzunternehmen für angemessen hält, gebührend berücksichtigen.
Finanzunternehmen, die keine Kleinstunternehmen sind, stellen sicher, dass Tests von unabhängigen, internen oder externen Parteien durchgeführt werden. Werden die Tests von einem internen Tester durchgeführt, stellen die Finanzunternehmen ausreichende Ressourcen bereit und tragen dafür Sorge, dass während der Konzeptions- und Durchführungsphase der Prüfung keine Interessenkonflikte entstehen.
Finanzunternehmen, die keine Kleinstunternehmen sind, legen Verfahren und Leitlinien zur Priorisierung, Klassifizierung und Behebung aller während der Durchführung der Tests zutage getretenen Probleme fest und legen interne Validierungsmethoden fest, um sicherzustellen, dass alle ermittelten Schwächen, Mängel oder Lücken vollständig angegangen werden.
Finanzunternehmen, die keine Kleinstunternehmen sind, stellen sicher, dass bei allen IKT-Systemen und -Anwendungen, die kritische oder wichtige Funktionen unterstützen, mindestens einmal jährlich angemessene Tests durchgeführt werden.
Relevant recitals
Erwägungsgrund 25 Inconsistent digital operational resilience testing requirements
In einigen Teilsektoren des Finanzsektors wurden Anforderungen für Tests der digitalen operationalen Resilienz entwickelt, deren Rahmen nicht immer vollständig aneinander angeglichen waren. Dies führt zu potenziell doppelten Kosten für grenzüberschreitend tätige Finanzunternehmen und verkompliziert die gegenseitige Anerkennung der Ergebnisse von Tests der digitalen operationalen Resilienz, was wiederum zu einer Fragmentierung des Binnenmarkts führen könnte.
Erwägungsgrund 56 Regular security testing of ICT systems and staff
Um ein hohes Niveau an digitaler operationaler Resilienz zu erreichen und im Einklang sowohl mit den einschlägigen internationalen Standards (z. B. die „G7 Fundamental Elements for Threat-Led Penetration Testing“ (Grundzüge bedrohungsorientierter Penetrationstests der G7-Staaten)) als auch den in der Union angewandten Rahmen (z. B. TIBER-EU), sollten Finanzunternehmen ihre IKT-Systeme und ihre Mitarbeiter mit IKT-bezogenen Verantwortungen regelmäßig auf die Effizienz ihrer Fähigkeiten für Prävention, Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung hin testen, um potenzielle IKT-Schwachstellen aufzudecken und zu beseitigen. Um den Unterschieden Rechnung zu tragen, die zwischen und in den verschiedenen Finanzteilsektoren bei der Abwehrbereitschaft von Finanzunternehmen im Bereich der Cybersicherheit bestehen, sollten die Tests eine breite Palette von Instrumenten und Maßnahmen umfassen, die von der Bewertung grundlegender Anforderungen (z. B. Bewertungen und Überprüfungen der Schwachstellen, Analysen von Open-Source-Software, Bewertungen der Netzwerksicherheit, Lückenanalysen, Analysen der physischen Sicherheit, Fragebögen und Scansoftwarelösungen, Quellcodeprüfungen, soweit durchführbar, szenariobasierte Tests, Kompatibilitätstests, Leistungstests oder End-to-End-Tests) bis hin zu erweiterten Tests anhand von TLPT reichen. Diese erweiterten Tests sollten nur für Finanzunternehmen vorgeschrieben werden, die aus IKT-Perspektive ausgereift genug sind, um sie angemessen durchführen zu können. Folglich sollten die in dieser Verordnung vorgeschriebene Tests der digitalen operationalen Resilienz für die Finanzunternehmen, die die Kriterien dieser Verordnung erfüllen (zum Beispiel große systemrelevante Kreditinstitute mit ausgereifter IKT, Börsen, Zentralverwahrer und zentrale Gegenparteien), ausgedehnter sein als für andere Finanzunternehmen. Gleichzeitig sollten die Tests der digitalen operationalen Resilienz anhand von TLPT für Finanzunternehmen, die in zentralen Finanzdienstleistungsteilsektoren tätig sind und eine systemrelevante Rolle spielen (zum Beispiel Zahlungen, Banken sowie Clearing und Abrechnung), mehr Relevanz und für andere Teilsektoren (zum Beispiel Vermögensverwalter, Ratingagenturen usw.) weniger Relevanz besitzen.
Springlex and this text is meant purely as a documentation tool and has no legal effect. No liability is assumed for its content. The authentic version of this act is the one published in the Official Journal of the European Union.
Definition
digitale operationale Resilienz
(En. digital operational resilience)
Definition
kritische oder wichtige Funktion
(En. critical or important function)
Definition
Handelsplatz
(En. trading venue)
Definition
Netzwerk- und Informationssystem
(En. network and information system)
Definition
Ratingagentur
(En. credit rating agency)
Definition
Informationsasset
(En. information asset)
Definition
IKT-Drittdienstleister
(En. ICT third-party service provider)
Definition
zentrale Gegenpartei
(En. central counterparty)
Definition
Kleinstunternehmen
(En. microenterprise)
Definition
IKT-Dienstleistungen
(En. ICT services)
Definition
Transaktionsregister
(En. trade repository)
Definition
Zentralverwahrer
(En. central securities depository)
Definition
Kreditinstitut
(En. credit institution)
Definition
Schwachstelle
(En. vulnerability)