Source: OJ L, 2024/1624, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 37 Spezifische verstärkte Sorgfaltsmaßnahmen gegenüber Anbietern von Kryptowerte-Dienstleistungen bei grenzüberschreitenden Korrespondenzbankbeziehungen


Summary What does Article 37 of the Anti-money laundering regulation (AMLR) say?

This article is a crypto-asset-specific counterpart to Article 36, which governs cross-border correspondent relationships for traditional credit and financial institutions.

Article 37 applies that same correspondent due diligence logic to crypto-asset service providers (CASPs) entering into cross-border correspondent relationships with respondent entities outside the Union that provide similar crypto-asset services.

Before establishing such a relationship, CASPs must carry out a structured set of checks on the respondent entity — covering its licensing status, business nature, reputation, and AML/CFT controls — and secure senior management approval.

The article also addresses ongoing obligations: due diligence information must be kept up to date, and if a relationship is terminated for AML/CFT reasons, that decision must be documented.

AMLA is tasked with issuing guidelines by 10 July 2027 to further specify how these assessments should be conducted.

Important points:

  • Verify that any non-EU respondent entity is licensed or registered, assess its AML/CFT controls, and obtain senior management approval before entering into a cross-border correspondent relationship involving crypto-asset services.
  • Use the information gathered to determine, on a risk-sensitive basis, the appropriate measures to mitigate risks associated with the respondent entity, and keep that due diligence information updated regularly or when new risks emerge.
  • AMLA is required to issue guidelines by 10 July 2027 specifying assessment criteria and risk-mitigating measures, including minimum actions where a respondent entity is found not to be registered or licensed.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Abweichend von Artikel 36 sind Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen in Bezug auf grenzüberschreitende Korrespondenzbankbeziehungen, in deren Rahmen Krypto-Dienstleistungen mit einer Respondenzeinrichtung ausgeführt werden, die nicht in der Union ansässig ist und ähnliche Dienstleistungen erbringt, einschließlich Kryptowertetransfers, bei Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einer solchen Einrichtung zusätzlich zu den in Artikel 20 festgelegten Sorgfaltsmaßnahmen gegenüber Kunden dazu verpflichtet,

      1. festzustellen, ob die Respondenzeinrichtung zugelassen oder eingetragen ist,

      2. ausreichende Informationen über die Respondenzeinrichtung einzuholen, um die Art ihrer Geschäftstätigkeit in vollem Umfang verstehen und auf der Grundlage öffentlich verfügbarer Informationen ihren Ruf und die Qualität der Beaufsichtigung bewerten zu können,

      3. die Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung der Respondenzeinrichtung zu bewerten,

      4. vor Begründung der neuen Korrespondenzbankbeziehung das Einverständnis ihrer Führungsebene einzuholen,

      5. die jeweiligen Verantwortlichkeiten einer jeden Partei der Korrespondenzbankbeziehung zu dokumentieren,

      6. sich im Fall von Kryptowerte-Durchlaufkonten zu vergewissern, dass die Respondenzeinrichtung die Identität der Kunden, die direkten Zugang zu den Konten der Korrespondenzeinrichtung haben, überprüft hat und in Bezug auf diese Kunden kontinuierliche Sorgfaltspflichten erfüllt hat und dass sie in der Lage ist, der Korrespondenzeinrichtung auf deren Ersuchen entsprechende Daten in Bezug auf diese Sorgfaltsprüfung gegenüber Kunden vorzulegen.

    2. Wenn Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen beschließen, Korrespondenzbankbeziehungen mit Rücksicht auf ihre Strategien zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beenden, dokumentieren sie diese Entscheidung.

    3. Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen aktualisieren die Informationen zur Sorgfaltsprüfung bei der Korrespondenzbankbeziehung regelmäßig oder bei Auftreten neuer Risiken in Bezug auf die Respondenzeinrichtung.

    1. Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen berücksichtigen die gemäß Absatz 1 eingeholten Informationen, um auf risikoorientierter Basis die angemessenen verstärkten Maßnahmen festzulegen, die zur Minderung der mit der Respondenzeinrichtung verbundenen Risiken erforderlich sind.

    1. Die AMLA gibt bis zum 10. Juli 2027 Leitlinien heraus, in denen die Kriterien und Elemente festgelegt sind, die Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen bei der Durchführung der in Absatz 1 genannten Bewertung und der in Absatz 2 genannten Risikominderungsmaßnahmen berücksichtigen müssen; dazu gehören auch die Mindestmaßnahmen, die Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen treffen müssen, wenn sie feststellen, dass die Respondenzeinrichtung nicht eingetragen oder zugelassen ist.

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