Source: OJ L, 2024/1624, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 17 Zweigniederlassungen und Tochterunternehmen in Drittländern


Summary What does Article 17 of the Anti-money laundering regulation (AMLR) say?

This article directly extends the group-wide AML/CFT framework established in Article 16 to situations where a group operates in third countries with weaker or incompatible regulatory regimes.

It places the responsibility firmly on the parent undertaking to ensure its overseas branches and subsidiaries still meet EU-equivalent standards.

Where local law in a third country actively prevents full compliance, the article sets out an escalating response: the parent must take additional measures, notify home supervisors, and if those measures are deemed insufficient, supervisors can impose severe consequences including requiring the group to cease operations in that country entirely.

Important points:

  • Ensure that all branches and subsidiaries located in third countries with less strict AML/CFT requirements comply with the requirements of this Regulation, including on data protection.
  • Where local third-country law blocks compliance, take additional measures to manage money laundering and terrorist financing risk and inform home Member State supervisors — who may escalate up to requiring closure of operations in that country.
  • AMLA is required to develop regulatory technical standards by 10 July 2026 specifying what those additional measures and supervisory actions must look like in practice.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Verfügen Verpflichtete über Zweigniederlassungen oder Tochterunternehmen in Drittländern, deren Mindestanforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung weniger streng sind als in dieser Verordnung festgelegt, stellt die Muttergesellschaft sicher, dass diese Zweigniederlassungen oder Tochterunternehmen die in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen erfüllen, was auch für Anforderungen an Datenschutz oder Ähnliches gilt.

    1. Lässt das Recht eines Drittlandes die Einhaltung dieser Verordnung nicht zu, so trifft das Mutterunternehmen zusätzliche Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Zweigniederlassungen und Tochterunternehmen in diesem Drittland dem Risiko der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung wirkungsvoll begegnen, und unterrichtet die Aufseher seines Herkunftsmitgliedstaats über diese zusätzlichen Maßnahmen. Halten die Aufseher des Herkunftsmitgliedstaats die zusätzlichen Maßnahmen für nicht ausreichend, so ergreifen sie zusätzliche Aufsichtsmaßnahmen und schreiben der Gruppe u. a. vor, keine Geschäftsbeziehung einzugehen, bestehende Geschäftsbeziehungen zu beenden, keine Transaktionen vorzunehmen oder die Geschäfte in dem betreffenden Drittland einzustellen.

    1. Die AMLA arbeitet bis zum 10. Juli 2026 Entwürfe technischer Regulierungsstandards aus und legt sie der Kommission zur Annahme vor. Darin wird ausgeführt, welcher Art die in Absatz 2 des vorliegenden Artikels genannten zusätzlichen Maßnahmen sein müssen und welche Maßnahmen von den Verpflichteten mindestens zu treffen sind, wenn das Recht des Drittlandes die Umsetzung der in Artikel 16 verlangten Maßnahmen und der in solchen Fällen erforderlichen zusätzlichen Aufsichtsmaßnahmen nicht zulässt.

    1. Der Kommission wird die Befugnis übertragen, diese Verordnung durch Annahme der in Absatz 3 des vorliegenden Artikels genannten technischen Regulierungsstandards gemäß den Artikeln 49 bis 52 der Verordnung (EU) 2024/1620 zu ergänzen.

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